Lebenshaltungskosten und Rücklagen

Eine der zentralen Fragen, die Mallorca-Auswanderer beschäftigt, ist die nach den dortigen Lebenshaltungskosten. Ist das Leben auf Mallorca günstiger oder teurer als in Deutschland? Wie sieht es mit den spanischen Steuersätzen aus? Und wie viele Rücklagen sollte ich vor einer Auswanderung auf die Balearen-Insel gebildet haben?

Die Lebenshaltungskosten auf Mallorca

Pauschale Angaben über die mallorquinischen Lebenshaltungskosten lassen sich leider nicht treffen. Zu unterschiedlich sind die Preise in den verschiedenen Regionen. Prinzipiell gilt: Je näher man an klassischen Touristen-Destinationen wohnt, desto teurer sind auch die Lebenshaltungskosten. So ist etwa das Leben in Palma de Mallorca nicht unbedingt billig. Günstiger dürfte man dagegen im Inselinneren zurechtkommen. Im Allgemeinen sollte man jedenfalls nicht mit günstigeren Preisen als in Deutschland rechnen. Gemeinhin sagt man, dass ein Erwachsener auf Mallorca mit 1.000 bis 1.500 Euro monatlichen Ausgaben auf Mallorca ganz gut über die Runden kommt – vorausgesetzt natürlich er bewohnt keine Finca direkt am Meer.

Steuern und Sozialabgaben in Spanien

Was die spanischen Steuersätze betrifft, gibt es keinen allzu großen Unterschied zu Deutschland. Deutsche Auswanderer sollten sich also nicht der falschen Hoffnung hingeben, dass sie in Spanien plötzlich im Steuerparadies gelandet sind. Steuerpflichtig wird man in Spanien, wenn man 183 Tage des Jahres dort verbringt. Günstiger als in Deutschland gestalten sich allerdings Sozialabgaben wie Renten- und Arbeitslosenversicherung. Große Teile der Sozialversicherungsabgaben trägt allerdings der Arbeitnehmer.

Wie hoch sollten die Rücklagen für den Start auf Mallorca sein?

Auch in puncto notwendige Rücklagen lassen sich kaum pauschale Angaben machen. Die Höhe der erforderlichen Rücklagen hängt sicherlich auch davon ab, ob man auf Mallorca bereits vor der Auswanderung eine Arbeitsstelle gefunden hat. Ist dies der Fall, genügt es die Rücklagen so zu kalkulieren, dass man in den ersten Monat mit Mehrausgaben für Wohnungseinrichtung etc. zurechtkommt. Ansonsten sind sicherlich Rücklagen im Rahmen von 6 Monatsausgaben empfehlenswert.

Die Monatsausgaben ergeben sich vorwiegend aus Mietkosten, Lebensmitteln und sonstigen Lebenshaltungskosten. Für einen Erwachsenen sind 10.000 Euro als Startkapital sicherlich empfehlenswert, zumal die Ausgaben in der Übergangszeit traditionell deutlich über dem späteren Niveau liegen.

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