Geordnete Verhältnisse hinterlassen

Hat sich der Plan nach Mallorca auszuwandern gefestigt und hat man – bestenfalls auch vor Ort – weiterführende, die konkrete Auswanderung betreffende Informationen gesammelt, gilt es sich über die aktuellen Verhältnisse in Deutschland Gedanken zu machen. Denn vor lauter Vorfreude und Nervosität angesichts der geplanten Auswanderung, vergisst man nicht selten die Situation in Deutschland abschließend zu klären. Dabei gibt es hier eine ganze Reihe von Dingen, die vor einer Auswanderung geregelt werden wollen. Im Folgenden die wichtigsten Punkte im Überblick:
  • Laufende Verträge kündigen: Im Laufe eines Lebens in Deutschland schließt man verschiedenste Verträge und Abonnements ab, von denen sich nicht wenige im hintersten Winkel des Bewusstseins verstecken und daher gerne vergessen werden. Man sollte sich daher unbedingt ein paar Stunden Zeit nehmen und intensiv über bestehende Verträge nachdenken, die vor einer Auswanderung nach Mallorca gekündigt werden müssen. Anderenfalls führt dies in der ohnehin schon schwierigen Anfangszeit auf Mallorca zu zusätzlichen finanziellen Belastungen. Die Rede ist hierbei selbstverständlich nicht von Wohnungsmietverträgen oder Auto-Leasingverträgen, – an diese denkt man sehr schnell – es sind eher kleinere Beträge, die sich am Ende unnötigerweise aufsummieren. Typische Beispiele für solche versteckten Kosten wären: Zeitschriften-/Zeitungsabos, Fitnessstudio-Mitgliedschaft, Handy-Verträge, GEZ-Gebühr und sonstige Abos.
  • Ausstehende Rechnungen bezahlen: Auch noch offene Rechnungen dürfen nicht vergessen werden. Dies ist besonders dann relevant, wenn diese nur viertel-, halb- oder ganzjährlich gestellt werden und zum Zeitpunkt der Auswanderung noch gar nicht vorlagen. Für diese Fälle empfiehlt es sich sämtliche Briefe und Rechnungen über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr nach Mallorca nachsenden zu lassen, sodass auch keine ausstehende Rechnung aus Deutschland in Vergessenheit gerät. Anderenfalls kann es teuer werden, denn dann kommen zusätzliche Mahngebühren auf Auswanderer zu. Bei ausbleibender Reaktion, können mitunter sogar empfindliche Vertragsstrafen fällig werden.
  • Soziale Verhältnisse: Natürlich dürfen auch die in Deutschland zurückbleibenden sozialen Kontakte im Auswanderungsstress nicht vergessen werden. Familie und Freunde wollen gleichermaßen gebührend verabschiedet werden, anderenfalls fühlen sich nahestehende Freunde und Verwandte womöglich im Stich gelassen und vor den Kopf gestoßen. Um Zeit und Nerven zu sparen, kann es empfehlenswert sein eine Abschiedsparty mit allen nahestehenden Personen zu veranstalten. So überstehen enge Freundschaften nicht selten auch eine Auswanderung – immerhin liegt Mallorca nicht am anderen Ende der Welt und gegenseitige Besuche zwischen guten Freunden sind durchaus möglich.

Mobiliar, Auto und Immobilien

Möglichst frühzeitig sollte man sich darüber Gedanken machen, was mit dem eigenen Besitz in Deutschland geschehen soll. Angesichts der vergleichsweise hohen Verschiffungskosten (in der Größenordnung von etwa 150 Euro pro Kubikmeter), ist es durchaus sinnvoll sein Mobiliar in Deutschland zurückzulassen und gegebenenfalls zu verkaufen.

Anders sieht es dagegen mit einem PKW aus, sofern dieser noch einigermaßen gut in Schuss ist. Diesen kann man selbst binnen 2 Tagen nach Mallorca fahren.

Häuser und Eigentumswohnungen können entweder verkauft oder vermietet werden, um ein erstes Einkommen für das Leben auf der Balearen-Insel Mallorca zu generieren. Um einen Verkauf bzw. um das Finden von Mietern sollte man sich allerdings unbedingt rechtzeitig kümmern bzw. gegebenenfalls einen Makler engagieren, der einem diese stressige Aufgabe abnimmt.

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